ultrahang diagnosztikaDie Sonographie hat in der Medizin erst ab den 70-er Jahren ihre Verbreitung gefunden.Ultraschallgeräte erzeugen den Ultraschall mithilfe elektrischer Kristalle, die bei einer elektrischen Wechselspannung im Rhythmus dieser Spannung schwingen. Der Fachausdruck für diese Kristalle lautet „piezoelektrische Kristalle“. Wenn die Kristalle schwingen, entstehen Ultraschallwellen, die der Schallkopf des Ultraschallgeräts auf das zu untersuchende Gewebe überträgt.

Das Bild entsteht dadurch, dass der in den Körper eingestrahlte Ultraschall an den verschiedenen Geweben unterschiedlich zurückgeworfen (reflektiert) wird. Ein kleiner Computer, der sich im Ultraschallgerät befindet, wertet die ankommenden Schallwellen aus – ein Ultraschallbild entsteht.

Ein wesentlicher Vorteil der Sonografie gegenüber dem in der Medizin ebenfalls häufig verwendeten Röntgen liegt in der Unschädlichkeit der eingesetzten Schallwellen. Auch sensible Gewebe wie bei Ungeborenen werden nicht beschädigt, die Untersuchung verläuft schmerzfrei und ist beliebig oft wiederholbar.

Eine aktuelle Entwicklung ist die Diagnose von Knochenbrüchen und deren Verlaufskontrolle. Insbesondere bei Brüchen im Kindesalter ist in bestimmten Regionen eine ultraschallbasierte Darstellung von Frakturen mit einer Genauigkeit möglich, die Röntgenbilder überflüssig machen kann. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist der Einsatz dieser Fraktursonografie bei handgelenksnahen Unterarmfrakturen, Ellenbogen- und Oberarmbrüchen möglich.

In unserer Privatpraxis verwenden wir die Sonographie in der Orthopädie und Sportmedizin und vor allem als unterstützende diagnostische Hilfe zur Untersuchung vom Zustand der Bänder und Muskeln (sogar in Bewegung möglich).

Bei Kindern können sehr viel mehr Organe als beim Erwachsenen untersucht werden, da die Verknöcherung noch nicht abgeschlossen ist oder bei Neugeborenen erst beginnt (z. B. ist die Fontanelle noch offen):

  • Gehirn – Hirngefäße
  • Wirbelsäule – Rückenmark – Hüftgelenk
  • Nebenniere

im Wachstumsalter bis 12 Jahre Fraktursonografie

Die Ultraschalldiagnostik wird heute von fast allen medizinischen Fachdisziplinen genutzt. Gründe liegen in der risikoarmen, nichtinvasiven, schmerzlosen und strahlenexpositionsfreien Anwendung, der hohen Verfügbarkeit und der schnellen Durchführung. Die Anschaffungs- und Betriebskosten sind im Vergleich zu anderen bildgebenden Verfahren wie der Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) geringer. Außerdem entfallen aufwendige Strahlenschutzmaßnahmen und -belehrungen. Eine freie Schnittführung der Sonden erlaubt eine Kontrolle über das gewünschte Schnittbild in Echtzeit. Die Doppler-Sonografie kann als einzige etablierte Methode Flüssigkeitsströme (vor allem den Blutfluss) dynamisch darstellen.